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Streit ums Essen

Vielleicht kennt ihr das. Da hat man sich endlich für eine Ernährungsumstellung entschieden, vielleicht dafür, abzunehmen, ist motiviert, kommt gut mit der neuen Ernährung klar -  und dann fängt der Partner/ die Partnerin daheim auf einmal an rumzumosern. Ehe man sich versieht führt ein Wort zum anderen und man steckt in einem dicken Streit ums Essen.

Sei es, weil der Süßigkeitenschrank auf einmal gähnende Leere aufweist oder auch einfach nur, weil es anders schmeckt, als sonst immer. 

 

Doch kann man machen, damit man weder den Mann/die Frau daheim noch die Motivation für eine gesunde Ernährung verliert?

 

First things first: Versucht nicht, eure Liebste/euren Liebsten auf Teufel komm raus zu überzeugen. Es ist egal, ob ihm/ ihr etwas weniger Gewicht nicht schaden würde oder ihr der Meinung seid, dass kein Mensch drei Kilo Butter auf der Stulle braucht - wer das Gefühl hat, in seiner eigenen Entscheidungsfreiheit eingeschränkt zu werden, reagiert mit Widerstand. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie das eigene Essverhalten! Kontinuierliches Meckern bringt euch nicht weiter und führt auch leider nicht dazu, dass sich etwas ändert (im Gegenteil....).

Das kennen wir schließlich alle - keiner von uns möchte bevormundet werden!

Statt verzweifelt Energie in aussichtslose Überzeugungsarbeit zu stecken, atmet lieber tief durch (hilft immer) und bleibt erstmal bei euch! 

Es ist EURE Gesundheit, eure Ernährung, euer Körper und euer Leben. Manchmal hilft es, sich die Gründe, warum ICH etwas in MEINEM Leben verändere, aufzuschreiben, um in Momenten, in denen der andere Pizza und Chips nach Hause schleppt, nicht in die "ach das hat ja eh alles keinen Sinn"-Falle zu tappen. 

 

 

Und was mache ich, wenn ich fürs tägliche Kochen zuständig bin und meine Frau/ mein Mann kein Gemüse anrührt? Eine pauschale Antwort gibt es dafür leider nicht. Ein Gemüsehasser wird nicht von heute auf morgen zum Rohkostfan,  aber vielleicht lässt er/sie sich ja in kleinen Schritten davon überzeugen, dass Gemüse nicht toxisch ist. Versucht gemeinsam zu schauen, ob sich nicht doch Kompromisse finden lassen. Vielleicht wären ja Salzkartoffeln statt Pommes gerade noch so erträglich und schon habt ihr zumindest eine gemeinsame Beilage. 

Möglicherweise lässt sich so nach und nach doch noch vermeiden, dass täglich zwei verschiedene Gerichte gekocht werden müssen.

 

"Meine Frau/ mein Mann kann nicht kochen und verhungert, wenn ich ihr/ihm nicht täglich das Schnitzel brate." Die gute Nachricht: Kochen kann man lernen -  wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen Kochkurs? So eine Aktivität ist zu Weihnachten/ zum Geburtstag immer ein schönes Geschenk und euere Partnerin/ euer Partner kann in Zukunft nicht mehr mit der Ausrede "Ich MUSS mir Pizza machen, weil ich nichts anderes kann" kommen. 

 

Wie sieht es bei euch mit dem Kochen daheim aus? Macht jeder sein eigenes Ding oder kocht ihr gemeinsam?

Habt ihr weitere Tipps, wenn man ein Fast Food Exemplar daheim hat?

 

Schreibt es gerne in die Kommentare und habt ein schönes Wochenende!

 

 

 

 

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