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Stress und Essen - Teil 1

Hallo ihr Lieben!

Im heutigen Artikel möchte ich eine kleine neue Reihe starten, das heißt es wird zwischendurch mehrere Beiträge zum Themenbereich Stress und Essen geben, da es zu viele Aspekte gibt, die es wert sind, einzeln betrachtet zu werden.

Starten werden wir heute erstmal mit den Grundlagen, nämlich was macht Stress überhaupt in unserem Körper und warum hat er eine Verbindung zu meinem Essverhalten?

 

Eine Definition von Stress im Allgemeinen hat ein Arzt, Doktor Seele bereits im Jahr 1936 formuliert, er bezeichnet Stress als eine "unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung". Es gibt sowohl positiven als auch negativen Stress, denkt beispielsweise einmal an das erste große Verliebtsein. Solche Zustände sind auch Stress, allerdings werden viele Glückshormone ausgeschüttet.

Negativ wird Stress erst dann empfunden, wenn die inneren oder äußeren Reize als bedrohlich, nicht überwindbar und unangenehm erscheinen und diese Form von Stress sehr häufig oder dauerhaft auftreten. Unser Körper schüttet Stresshormone aus, Puls und Blutdruck steigen und unser gesamter Organismus arbeitet auf Hochtouren. Adrenalin und Cortisol werden vermehr ausgeschüttet, um sicherzustellen, dass unser Gehirn als wichtigstes Organ genug Glukose bekommt, um das Überleben des gesamten Körpers sicherzustellen. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass unsere Kommandozentrale kontinuierlich nach Essen verlangt! Das ist auch einer der Gründe, warum ein großer Teil der Menschen in Stresssituationen zu Heißhunger auf fettige und süße Lebensmittel neigt. Eine Tafel Schokolade gegen den nervigen Chef, eine Tüte Chips gegen die Einsamkeit und schon hat man vermeintlicherweise die Nerven vorübergehend beruhigt. Zu diesem Verhaltensmuster tragen auch Lernprozesse aus unserer Kindheit bei: Schokolade hat schließlich schon früher die Tränen gestoppt, wenn man sich mal wieder das Knie aufgeschlagen hat. Essen bei Stress hebt die Laune, besänftig die Geschmacksnerven und insbesondere energiereiche Nahrungsmittel mit viel Fett und Zucker erhöhen die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin, die das Belohnungszentrum des Gehirns aktivieren. Auch Salz scheint diesen Effekt zu haben, sodass es nicht verwunderlich ist, warum wir nicht nach Karotten und Co sondern nach Pizza, Chips und Schokolade gieren, wenn wir wütend oder traurig sind. Ganz besonders problematisch wird es allerdings, wenn wir chronischen Stress haben und Essen unsere einzige Ersatzbefriedigung wird. Welche Folgen das für unseren Körper hat und vor allem was wir dagegen tun können, das lest ihr in der nächsten Folge!

 

Macht es bis dahin gut!

 

Eure Jule

 

 

 

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