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Leonie Adler über das Mikrobiom als Helfer beim Abnehmen....

Als Kursleiterin in Itzehoe und Elmshorn möchte mich an dieser Stelle kurz vorstellen.

 

Mein Name ist Leonie Adler, ich bin Ökotrophologin und Heilpraktikerin.

Mich begeistert das ganzheitliche System von Dr. Dettmer, denn Essen ist so viel mehr als reine Energieaufnahme!

Nicht nur Was wir essen ist entscheidend, ebenfalls dass Wie, Wie viel und manchmal auch das Warum!

 

Neben den Kursen begleite ich Menschen in Einzeltherapie bei unterschiedlichen Beschwerdebildern. Unverträglichkeiten, Allergien, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen sowie allgemein andauernde Magen- und/oder Darmbeschwerden gehören zu Gründen für eine Ernährungstherapie. Dass ich noch als Dozentin, vom Elternabend in Kindergärten bis zu Vorträgen und Workshops in Betrieben, unterwegs sein darf, rundet meinen vielseitigen Beruf ab.

Themen, die mir besonders am Herzen liegen, sind:

  • die Vermittlung von Genuss durch die Vielseitigkeit der Vollwertküche, kombiniert mit Verständnis und Wissen über Lebensmittelzusatzstoffe
  • die Begleitung von Neurodermitis-Patienten (Haut, Seele und Darm sind eng verknüpft)
  • unser feines mikroökologisches System- unsere Helfer im Darm! Darmgesundes Essen ganz individuell, eventuell durch Pre- oder Probiotika unterstützt.

In den letzten Jahren, hat das Thema Mikrobiom, die Gesamtheit unserer „Darmbewohner“, auch Darmflora genannt, eine große Öffentlichkeit erreicht.

 

Aber wie hilft uns ein gesunder Darm beim Abnehmen?

Leider gibt es nicht DAS Bakterium, das die Pfunde purzeln lässt…

Wir benötigen eine große Biodiversität- also Vielfalt für einen gesunden Stoffwechsel!!

Wir brauchen eine gesunde Mischung an Bakterien, hier spielen zum Beispiel die Laktobazillen und Bifidobakterien eine gesundheitsfördernde Rolle.

 

Und wie beeinflussen wir unseren Darm?

Durch das, was wir essen!

 

Eine optimale Mischung, um das gesunde Gewicht zu erreichen und unsere Gesundheit aktiv zu unterstützen! Wenig frisches Gemüse und mehr industriell verarbeitete Speisen belasten unseren Darm. Auch Bewegungsmangel und Stress und natürlich Medikamente können negative Folgen auf unsere Bakterienzusammensetzung nach sich ziehen.

 

Der grüne Plan zum Abnehmen von Dr. Dettmer mit dem großen Anteil an Gemüse, den Vollkornprodukten und auch

Hülsenfrüchten unterstützt eine gesunde Vielfalt auf mehreren Wegen: Wenn wir Gemüse und Vollkorn essen, nehmen wir

lösliche und unlösliche Ballaststoffe auf, die unseren Darm pflegen. Sie sorgen durch größeres Stuhlvolumen für eine lange

Sättigung. Die unlöslichlichen Ballaststoffe „putzen“ die schwierigen Ecken im Darm. Und lösliche wie Inulin (z.B. in Chicorée, Pastinaken, Schwarzwurzeln) oder resistente Stärke (z.B. aus abgekühlten Kartoffeln/ Nudeln vom Vortag, Linsen oder grünlichen Bananen) nähren einige unserer unglaublich fleißigen Bakterien.

Resistente Stärke ist eine der Lieblingsspeisen eines besonders gesundheitsfördernden Bakteriums: Akkermansia prausnitzii, er produziert uns Buttersäure, die unsere Darmepithelzellen ernährt! Für unsere Gesunderhaltung hilft ebenfalls ein möglichst farbenfrohes Angebot an Gemüsesorten! Denn nicht nur Ballaststoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Polyphenole (z.B. Granatapfel, Brokkoli, Rote Beete, Grünkohl) wirken über den Darm gesundheitsförderlich.

 

Lange lag der Fokus der Medizin auf der enzymatischen Aufspaltung im Dünndarm, und der Dickdarm schien „nur zur Ausscheidung“. Doch in unserem Dickdarm existiert ein mikroökologisches System, das enormen Einfluss auf unseren gesamten Stoffwechsel, unser Immunsystem und natürlich somit auch auf unser Gewicht hat!

 

Unsere Darmschleimhaut ist ein Riesen-Kontaktorgan, um alles für uns Verwertbare aus unserem Essen herauszuholen – unsere „innere Haut“! Diese ist so groß wie ein Fußballfeld!

 

Das Aufschließen und die Aufnahme der Nährstoffe erledigen unsere Körperzellen, aber eben auch die Darmbakterien. Und dann produzieren sie im Gegenzug Stoffe, kurzkettige Fettsäuren, die unseren Körper nähren und gesundheitsförderlich wirken! Somit helfen uns bestimmte Bakterien, eine gut genährte und undurchlässige Schutzschicht im Darm zu haben.

 

Wie in einem gut funktionierenden Dorf braucht es engagierte Bewohner, die auch die Dorfplätze reinigen und in Schuss halten. Muffelige oder Motzige gibt es überall, doch erst wenn diese die Oberhand gewinnen, verfällt das Dorf und der Müll

bleibt liegen. Dann ziehen die Netten eher weg und noch mehr Häuser verfallen.

Durch unsere Essgewohnheiten können wir die netten Dorfbewohner unterstützen!

In der Praxis erlebe ich oft, wie schon kleine Veränderungen Beschwerden lindern können.

 

Ein paar Beispiele:

  • Eine kleine, regelmäßige Spazierrunde
  • Ein buntes Poster mit den Familienlieblingsgemüsen als Anregung, diese häufiger einzusetzen
  • Ein Familien-Rezepte-Pool, zusätzlich monatlich 1 bis 3 Mal etwas Neues (Gemüse) auszuprobieren
  • Kleine feine Essrituale, wie bewusstes Innehalten vor dem Essen und langsames Kauen

Auf ein gutes Zusammenleben mit unseren Helfern! Für mehr Dorf-Solidarität!

 

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!

Frühsommerliche Grüße,

Leonie Adler

 

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