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Schluss mit dem Corona-Messie-Syndrom!

Mein Motto für Februar:

Gib dem Corona-Messie-Syndrom keine Chance!

 

Mitten im tiefsten Lockdown kann uns ja alle schon mal eine heftige „Depri-Phase“ überkommen.

Ich möchte mich da gar nicht ausschließen…wie sieht es bei uns zu Hause zurzeit aus?

Kurse geben? Nicht erlaubt! Freunde treffen? Golf spielen? Auch nicht! Shoppen gehen oder schick essen im Restaurant? Das Geld wird gespart! Die Familie besuchen? Leider auch nicht…

Da hockt man zu Hause, sich schön machen für andere? Unnötig!

 

Da fand ich es treffend und schön, als ich in einer Fernsehsendung hörte, wie sich eine Hamburgerin geäußert hat, als sie nach ihrem Motto der Woche befragt wurde. Ihre Antwort war: „Ich möchte mein persönliches Corona-Messie-Syndrom beenden!“   ??? Corona-Messie-Syndrom ???

Nicht nur der Reporter fragte sich, was gemeint war! Ich auch! 

Die Erklärung der Dame war folgende:

„Ich merke zusehends, wie sich meine Wohnung, mein Tagesablauf und mein Empfinden und meine Aufmerksamkeit für mich selbst mit Corona verändern! Wozu soll ich mich hübsch machen? Die Jogginghose ist mein Freund, sie ist ja so bequem auf dem Sofa! Aufstehen? Morgens lasse ich es schon mal etwas schleifen… Wäsche bügeln? Wozu, es sieht ja eh´ keiner, ob die Tischdecke glatt ist oder kraus. Kurz gesagt: ich habe gemerkt, dass ich langsam zum „Corona-Messie“ verkomme! Doch das macht mich eigentlich auch unzufrieden, so bin ich doch eigentlich nicht!

Und darum ist damit jetzt Schluss! Ich achte auf einen regelmäßigen Alltag, mache mich hübsch, und sei es nur für mich! Und in einer geordneten, aufgeräumten Wohnung fühle ich mich auch viel besser – Schluss mit dem Corona-Messie-Syndrom!“

 

Der Dame kann ich nur zustimmen!

Man mag über Karl Lagerfeld denken, wie man will, aber an seinem Satz „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ ist etwas Wahres dran! Wenn man wochenlang nur Jogginghosen trägt, merkt man gar nicht, wenn die Hüften runder werden oder die Waage mehr Gewicht anzeigt! Jogginghosen könnte man auch „all-you-can-eat-hosen“ nennen…

Auch ich habe daraufhin beschlossen, nicht zum Corona-Messie zu werden. Obwohl zur totalen Untätigkeit verdammt, möchte ich mich nicht gehenlassen! Auch wenn die Haare wachsen und dringend einen Schnitt benötigen, versuche ich sie zu bändigen! 

 

Hier meine Gedanken dazu, die ich gerne weitergebe:

 

Der Tag braucht Struktur!

Feste Zeiten fürs Aufstehen, Essenkochen, Einkaufen, Arbeiten von zu Hause aus oder fürs Home-schooling! Auch wenn man nichts muss, hilft es, einen festen Tagesrhythmus zu haben.

 

Bewegung an der frischen Luft!

Unbedingt täglich eine Einheit einplanen! Spazierengehen, Nordic-Walking und Radfahren geht auch mit Abstand – und wenn dieser eingehalten wird, auch mit Freund oder Freundin! Mindestens täglich 30 Minuten soviel bewegen, dass man „ins Atmen kommt!“

 

Mein Fitness-Programm zu Hause!

Wenn die Sportgruppe nicht stattfindet und das Fitness-Studio geschlossen ist, mache ich trotzdem zu Hause meine Übungen! Vielleicht gibt es – wie bei uns – ein Treffen mit der Sportgruppe per Skype? Wenn nicht, gibt es auch zahlreiche tolle Videos bei Youtube, die helfen! Eines hat mir besonders gefallen, weil es sich auch an Untrainierte oder etwas molligere Menschen richtet! Mit Gabi Fastners Videos kann man täglich leichte 20-Minuten-Workouts machen! Das vertreibt die Zeit und macht uns fit! Zu finden hier: https://www.youtube.com/watch?v=-PDU2I_glnM (Tipp: die Werbung am Anfang kann man überspringen!)

 

Mache Dich hübsch!

Nein, es ist nicht egal, wie Du aussiehst! Was siehst Du im Spiegel? Willst Du so aussehen? Außerdem laufen ja eventuell auch noch andere Menschen zu Hause herum, die Dir wichtig sind, die Dich anschauen und denen Du vielleicht ein Vorbild bist?

Schöne Wäsche tragen – für sich selber oder auch für den Partner ;-)

 

Plane Dein Essen!

Wenn Du es nicht tust, isst Du planlos – wahllos. Die Zeiten sind günstig zum Abnehmen! Denn Verlockungen von außen gibt es nur wenige! Ins Restaurant kann man nicht, Einladungen gibt es auch nicht, also hat man selten (oder nie) Gelegenheit, in Versuchung geführt zu werden! Die positive Seite des Lockdowns: Nie war es leichter, den Essensplan zum Abnehmen einzuhalten!

 

Gönne Dir Gutes!

Neiiiin! Damit ist nicht das Hineinstopfen der Resteschokolade von Weihnachten gemeint! Gönne Dir ein lecker gekochtes Essen, mache den Tisch schön, dekoriere auch mal mit Kerzen und Servietten. Sei es Dir und Deinen Lieben wert! Selbst wenn Du alleine bist – wer sieht es? Eben! Du!

 

Neues ausprobieren!

Mehr Zeit zu Hause? Zeit, etwas aufwändiger zu kochen und mal Neues zu probieren! Du hast keine Ideen? Wie wäre es, wieder einmal in unseren drei Kochbüchern zu stöbern? Darin finden sich viele leckere und doch unkomplizierte Rezepte, die auch der Familie schmecken!

 

So das war´s – mein Weg, gegen das Corona-Messie-Syndrom!

Und was soll ich sagen – schon ist der Tag nicht mehr so grau und meine Stimmung besser – weil ich etwas MACHE !!!

 

Und was hat das alles mit meinem Gewicht zu tun? Ganz einfach: Ich esse besser, bewege mich mehr und fühle mich besser. Dadurch nasche ich weniger aus Frust und Langeweile! Das alles ist gut für mich und meine Gesundheit, und natürlich auch für mein Gewicht!

 

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Lockdown? Gerne würde ich mehr über Ihren Alltag erfahren, und die Probleme, die die Pandemie mit sich bringt! Schreiben Sie mir, ich freue mich auf viele Rückmeldungen – sich auszutauschen hilft, denn geteiltes Leid ist halbes Leid!

 

Liebe Grüße sendet

 

Ute Dettmer 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jens (Dienstag, 02 März 2021 12:35)

    Genau so ist es wie oben beschrieben, nicht nur der Lookdown sondern auch die Pensionierung trägt ihren Teil dazu. Wir kommen immer weniger auf dieeigentlich gewünschten Bewegungseinheiten am Tag. Durch die Arbeit im 3 Schichtensystem haben sich die "normalen" Tagesabläufe total verändert. Aber wir haben uns zum Ruhestand 2 Hunde angeschafft. Die brauchen auch ihre Bewegung und das Spazieren an der frischen Luft. Durch massive Gewichtszunahme hatten wir, meine Frau und ich , schon einige schwerwiegende Gesundheitliche Einschränkungen.
    Unser Hausarzt riet uns zu einer Gewichtsabnahme. Wie einige tausend Menschen hatten auch wir in unserem bewegten Leben schon einiges an "Diäten, u.s.w. " hinter uns. Wir wissen was der Jojoeffekt bedeutet. Die normale Hauswaage war mit der Leistung am Ende. Dann kam irgendwie die Eingabe, eine Ernährungsberatung mit gleichzeitiger Umstellung des Lebens zu wagen. Nach Anfrage bei unserer Krankenkasse und Beihilfe, als ehemalige Landesbeamte mussten wir uns privat Versichern, hieß es die Massnahme muss von einem Arzt vorgenommen werden. Da sollte es dann auch anteilig Bezahlt werden. Nach nun ,von uns beiden verlorenen 66kg kam die Ernüchterung. Kein Geld von Kasse und Beihilfe. Aber das ist und war es uns wert. Wir machen weiter unser Weg ist noch nicht zu Ende. Langsam kommen wir wieder in die Genusszone ddes Lebens , trotz Corona, denn wir haben uns und unsere beiden Hunde. Demnächst mehr . Lg. Jens