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Die Sache mit dem Trinken

Trinken, trinken, trinken - das ist wohl der Ratschlag, den jeder von uns in den vergangenen Tagen aufgrund der Hitze am häufigsten gehört hat!

 

Eigentlich wissen wir es alle und doch fällt es oftmals ganz schön schwer, genug Wasser über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Denn, wenn nicht gerade 30° Grad herrschen, merken wir häufig nicht, ob unser Körper Wasser benötigt oder nicht!

 

Warum ist das so?

Grundsätzlich ist Durst ein physiologisches Signal des Körpers, welches ein Existenzbedürfnis meldet. Dieses Signal ist Teil der Triebsteuerung des Menschen und soll die Handlung „Flüssigkeitsaufnahme“ auslösen.

In unserem Körper ist Wasser die mengenmäßig wichtigste Komponente und für 50-60% des Körpergewichts verantwortlich. Etwa zwei Drittel des Körperwassers befindet sich innerhalb unserer Zellen, die restlichen 33% sorgen dafür, dass die Zellen quasi in einem wässrigen Medium schwimmen und Nährstoffe, Elektrolyte sowie Sauerstoff transportiert werden können. Die Verhältnisse von Flüssigkeit und Elektrolyten im Blut lassen nur geringe Schwankungen zu, sodass sehr enge Regulationsmechanismen existieren, um das Gleichgewicht möglichst konstant zu halten.

Bei einer Verminderung des Wasseranteils im Körper um etwa 0,5% signalisiert das Gehirn Durst, bei einem weiteren Verlust von Wasser um ca. 10% empfinden wir ein trockenes Gefühl im Mund und das Sprechen fällt uns schwer.

Um den Flüssigkeitsstand des Körpers zu messen oder um festzustellen, ob ein Salzüberschuss - beispielsweise nach einem sehr salzigen Essen- besteht, haben wir spezifische Rezeptoren, die kontinuierlich den Wasserzustand messen und an den Hypothalamus weiterleiten. In diesem Bereich speziellen Bereich unseres Gehirns kommt es dann zum Auslösen eines Durstgefühls. Zudem wird außerdem das antidiuretische Hormon (kurz ADH bzw. Vasopressin) produziert, welches die Wasserrückresorption in der Niere steigert und somit die Flüssigkeitsausscheidung reduziert.

 

Im Idealfall sollte jeder von uns durchschnittlich 2 Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen, einen Teil davon über feste Nahrung, um so die täglichen Wasserverluste zu kompensieren. Bei hohen Temperaturen und starkem Schwitzen kann der Verlust schnell auf 3-5 Liter ansteigen, je nach Grad der körperlichen Arbeit, was ohne ausreichende Wasserzufuhr auch zur gefährlichen Austrocknung führen kann.

 

Wenn wir jedoch kontinuierlich sehr wenig trinken sowie im zunehmenden Alter, kann es dazu kommen, dass wir unser Durstgefühl nicht mehr richtig wahrnehmen und den Körper so dazu zwingen, mit zu wenig Flüssigkeit zu arbeiten, was eine nicht zu unterschätzende Belastung darstellt!

 

Glücklicherweise ist genug trinken aber antrainierbar, das heißt, wenn ich regelmäßig darauf achte mehr zu trinken, so wird auch das Durstgefühl wieder stärker und eher wahrnehmbar.

 

Unterstützend gibt es heutzutage sogar verschiedene Apps, die mich ans Trinken erinnern, alternativ kann man auch den Geschmack von purem Wasser ein wenig "pimpen", indem man eine Scheibe Zitrone oder Minzblätter in seine Trinkflasche gibt. So kann jeder von uns seine Wasseraufnahme ganz einfach steigern und dem Körper etwas Gutes tun!

 

Wenn ihr weitere Tipps habt, wie wir gerade bei diesem Wetter unser Trinkverhalten noch optimieren können, um so dem Körper ausreichen Flüssigkeit zuzuführen, könnt ihr diese wie immer in die Kommentare schreiben!

Habt eine sonnige Woche und immer schön genug trinken ;)

 

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Eure Juliane Lotzing

 

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